Polaris (2025)

In POLARIS erforschen Tanzwerke Vanek Preuß gemeinsam mit ihrem Ensemble, bestehend aus Lisa Bless, Josefine Patzelt und Tobias Weikamp, die Auswirkungen von zwischenmenschlicher und gesellschaftlicher Polarisierung. POLARIS ist der zweite Teil der Trilogie BIASED (= voreingenommen) und hier geht es um den verblendeten, schwarz/weiß-denkenden Menschen in Bubbles, das Phänomen, dass Sprache, Werte, Umgangsformen und „Öffentlichkeit“ in abgegrenzten Gemeinschaften gelebt werden, die sich selbst bestätigen und unverbunden wie Silos nebeneinander stehen.

Polarisierte Kommunikation führt nach kürzester Zeit in die Sackgasse von Abwertung, Verhärtung bis hin zu Herabsetzungen, Hass und Gewalt. Lebendige Auseinandersetzungen in Respekt und die Wertschätzung des Sowohl-als-auch verschwinden genauso wie Augenhöhe und Toleranz.

Mit den Mitteln des Zeitgenössischen Tanzes untersuchen Tanzwerke Vanek Preuß in POLARIS, wie sich der momentane Zeitgeist in den Körpern niederschlägt. Was macht aufflammende, ohnmächtige Wut in einer sogenannten „Multikrise“ aus? Wie verändert die ständige Übertreibung in den Medien mit ihren Hypes, Fakes und dem Hang zur extremen Emotionalisierung die Körper und Seelen? Wie wirken sich Empathieverlust, und eine gleichzeitig anwachsende Massen-Vulnerabilität aus?

Regie Karel Vaněk | Choreografie Karel Vaněk und Ensemble | Konzept/Dramaturgie Guido Vaněk-Preuß | Tanz Lisa Bless, Josefine Patzelt, Tobias Weikamp | Choreografische Assistenz Michelle Cheung, Nora Vladiguerova | Kostüme Melanie Riester | Licht Julia Bogner-Dannbeck | PR Guido Vaněk-Preuß | Produktion Tanzwerke Vanek Preuß in Kooperation mit Tanzgenerator Bonn

24.01.25 Premiere Brotfabrik
25.-26.01.25 Brotfabrik
06.-08.02.25 Brotfabrik
06.-08.03.25 Brotfabrik
03.-04.06.25 Pardubice (TSCH)
30.11.24 Bundeskusthalle
29.-30.11.25 Brotfabrik

Foto: Alessandro de Matteis